Vorgehen


   Der Anmeldeprozess

Um Ihnen bei der Beantragung von Leistungen bei Ihrer Krankenversicherung behilflich zu sein, finden Sie im Folgenden eine übersichtliche Informationsgrafik.
Hier zeigen wir Ihnen den genauen Prozess mit den einzelnen Schritten auf, um eine Intensive Therapie bei uns wahrnehmen zu können.
Wir freuen uns auf Sie und Ihre Anfrage.

Grafik zum Anmeldeprozess

Auf der Basis von Heilmittelverordnungen können wir Menschen, die vordergründig an einer Sprach-, Sprech- oder Kommunikationsstörungen leiden, eine intensive Therapiemaßnahme mit dem Schwerpunkt Sprachtherapie (in Einzel- und Gruppentherapie) begleitet von Ergo- und Physiotherapie anbieten.
Hierzu ist die Kooperation mit Ihrem Hausarzt/Neurologen/Kinderarzt unerlässlich wichtig, denn er muss die Therapiemaßnahme verordnen.

So gehen sie richtig vor

Was zuerst tun?

Zunächst ist es unerlässlich wichtig, dass Sie mit Ihrem Hausarzt/Neurologen/Kinderarzt über Ihr Bedürfnis bezüglich einer Intensivierung der Sprachtherapie sprechen. Erläutern Sie Ihre Beeinträchtigungen, mit denen Sie im alltäglichen Leben konfrontiert sind, die Auswirkungen Ihrer Sprach- oder Kommunikationsstörung auf zwischenmenschliche Beziehungen und die Auswirkungen auf Ihre Lebensqualität. Natürlich werden Ihr Partner/Ihre Partnerin oder die Eltern in diesem Gespräch eine wichtige (sprechende) Rolle spielen.

Hier der hilfreiche Link zum Anklicken: https://www.g-ba.de/downloads/17-98-3382/2021-04-01_G-BA_Patienteninformation_langfristiger-Heilmittelbedarf_bf.pdf

Bitten Sie den behandelnden Arzt Sie zu unterstützen und die notwendigen Heilmittelverordnungen für eine intensive Sprachtherapie auszustellen.
Hierfür können Sie auch unser Informationsmaterial samt Musterrezepte zur Hilfe nehmen.
Dies schicken wir Ihnen gerne zu.

Welche Heilmittelverordnungen brauche ich?

Für eine 4-wöchige intensive Sprachtherapie im LogoZentrum Lindlar brauchen Sie eine Heilmittelverordnung über Sprachtherapie 45 Minuten, Verordnungsmenge 60, Frequenz 1-9x/Woche. Außerdem muss auf der Verordnung vermerkt sein „Doppel-/Mehrfachbehandlung möglich“.

Die erwachsenen Patienten benötigen des Weiteren eine Heilmittelverordnung über Sprachtherapie-Gruppe 45 Minuten, Verordnungsmenge 28, Frequenz 1-7x/Woche mit Vermerk „Doppel-/Mehrfachbehandlung“ möglich und Sprachtherapie 45 Minuten, Verordnungsmenge 20, Frequenz 1-5x/Woche mit Vermerk „2-Patientensitzung“.

Sind Sie bei einer privaten Krankenversicherung versichert und die behandelnde Ärztin unterstützt Ihr Vorhaben zur Intensivierung der Therapie, dann kontaktieren Sie uns bitte. Wir werden dann einen Kostenplan für Ihre individuelle Therapiemaßnahme erstellen. Diesen können Sie bei Ihrer privaten Krankenversicherung einreichen. Die private Krankenversicherung wird dann auf Basis Ihrer individuellen Versicherungskonditionen über die Kostenerstattung entscheiden. Nun können Sie Ihren Aufenthalt im LogoZentrum Lindlar bereits planen.

Was tun, wenn der Arzt diese Verordnungen nicht ausstellen kann?

Zurück zu Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Arzt kann die benötigten Heilmittelverordnungen nicht einfach so ausstellen. Er ist an eine Obergrenze der Verordnungsmenge und Frequenzangaben gebunden, die ihm die Praxis-Software vorgibt.

Eine Überschreitung der Verordnungsmenge ist nur dann möglich, wenn Ihre Diagnose einen „Langfristigen Heilmittelbedarf“ (=LHB) oder „Besonderen Verordnungsbedarf“ (=BVB) kennt.

Bei einigen Diagnosen (zum Beispiel bei den kindlichen Entwicklungsstörungen mit den ICD-Diagnosen F80.1, F80.2, F83, F84) ist der LHB oder BVB bereits anerkannt. Dann kann der Arzt die notwendigen extrabudgetären Verordnungen ausstellen.

Exkurs:

Langfristiger Heilmittelbedarf gemäß Anlage 2 (Diagnoseliste)

Bei den in der Anlage 2 gelisteten Diagnosen kann in Verbindung mit der jeweils aufgeführten Diagnosegruppe des Heilmittelkatalogs davon ausgegangen werden, dass ein langfristiger Heilmittelbedarf im Sinne von § 32 Abs. 1a SGB V vorliegt. Ein Antrags- und Genehmigungsverfahren entfällt. Alle in diesem Rahmen ausgestellten Verordnungen fallen nicht in das Heilmittelbudget des verordnenden Arztes.

Die Verordnung wird prinzipiell genauso ausgestellt wie bisher. Für die Kennzeichnung der Verordnung als langfristigen Heilmittelbedarf und damit als extrabudgetär, muss der endstellige, in Anlage 2 festgelegte ICD-10-Code in Verbindung mit einer vereinbarten Diagnosegruppe angegeben werden.

Quelle: https://heilmittelkatalog.de/prinzip-der-heilmittelverordnung

Die Diagnoseliste können Sie einsehen unter: https://www.kbv.de/media/sp/Heilmittel_Diagnoseliste_Webversion.pdf

Ist Ihre Diagnose nicht unter den gelisteten Diagnosen oder aber mit einer Einschränkung, wie beispielsweise „längstens 1 Jahr nach Akutereignis“, dann können Sie einen Antrag auf Anerkennung des langfristigen Behandlungsbedarfs Ihrer Diagnose stellen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und bitten Sie ihn bei der Ausstellung einer Heilmittelverordnung für die Sprachtherapie (Folgeverordnung für die wöchentliche Logopädie zu Hause) eine Begründung bezüglich der Schwere und Langfristigkeit Ihrer Sprach-/Kommunikationsstörung zu formulieren. Reichen Sie eine Kopie dieser Verordnung gemeinsam mit einem formlosen Antrag bei der Krankenkasse ein. Eine Beschreibung der Vorgehensweise und einen Musterantrag finden Sie hier: https://www.g-ba.de/downloads/17-98-3382/2021-04-01_G-BA_Patienteninformation_langfristiger-Heilmittelbedarf_bf.pdf

Inzwischen können Sie die Logopädie zu Hause fortsetzen und die Entscheidung der Krankenkasse abwarten. Haben Sie nach 4 Wochen keine Rückmeldung gilt der Antrag als genehmigt.

Exkurs:

Langfristiger Heilmittelbedarf bei vergleichbaren, in Anlage 2 nicht gelisteten Diagnosen

Bei Diagnosen, die nicht auf der Diagnoseliste des „Langfristigen Heilmittelbedarfs“ (Anlage 2) gelistet sind, aber in der Schwere und Langfristigkeit der funktionellen/strukturellen Schädigung mit diesen vergleichbar sind, haben Patienten weiterhin die Möglichkeit individuelle Anträge bei der Krankenkasse zu stellen:

a) Der Versicherte oder ein Stellvertreter muss einen formlosen Antrag inklusive einer Kopie der Heilmittelverordnung bei der Krankenkasse einreichen.

b) Die Verordnung muss medizinisch begründet sein und muss auf dem Verordnungsformular angegeben sein.

c) Die Verordnung ist sofort gültig, es kann also während der Antragsverfahrens therapiert werden.

d) Wird von der Krankenkasse nicht innerhalb von 4 Wochen über den Antrag entschieden, gilt dieser automatisch als genehmigt.

e) Von einer Langfristigkeit ist auszugehen, wenn ein Therapiebedarf von mindestens einem Jahr medizinisch erforderlich ist. Bei einem prognostisch kurzzeitigem Behandlungsbedarf kann eine vergleichbare dauerhafte funktionelle/strukturelle Schädigung ausgeschlossen werden.

f) Auch die Summe mehrerer einzelner funktioneller/struktureller Schädigungen und Beeinträchtigungen können insgesamt betrachtet einen entsprechenden Therapiebedarf begründen.
g) Die Genehmigung der Krankenkasse kann unbefristet erteilt werden, mehrere Jahre umfassen, darf aber ein Jahr nicht unterschreiten.

h) Eine Genehmigung darf nicht allein versagt werden, weil sich das Heilmittel oder die Behandlungsfrequenz im Genehmigungszeitraum ändert.

Quelle: https://heilmittelkatalog.de/prinzip-der-heilmittelverordnung

Wie geht es weiter?

Nach Anerkennung des LHB oder BVB kann der Arzt endlich die benötigten Heilmittelverordnungen ausstellen. Für den Arzt hat dies übrigens den Vorteil, dass die Verordnungen nun als extrabugetär gelten.

Muss ich meine Krankenkasse informieren?

Ja! Obwohl der Arzt die Heilmittelverordnungen ausgestellt hat, müssen Sie diese Ihrer Krankenkasse zur Genehmigung vorlegen. Schicken Sie am besten eine Kopie der Heilmittelverordnungen an Ihre Krankenkasse und behalten Sie das Original zu Hause. Legen Sie optimalerweise einen aktuellen Bericht Ihrer Logopädin/Kinderärztin/Neurologin/Rehaklinik bei, die eine Intensivierung der Sprachtherapie nachdrücklich empfehlen.

Achten Sie darauf, dass die Krankenkasse Ihr Vorhaben nicht mit einer Rehabilitationsmaßmahme verwechselt. Es muss deutlich sein, dass die Intensivierung der Sprachtherapie auf Basis einer Heilmittelverordnung und zwar für einen begrenzten Zeitraum von beispielsweise 4 Wochen durchgeführt wird.

Warum muss meine Krankenkasse die Heilmittelverordnung genehmigen?

Es ist im Heilmittelkatalog nicht vorgesehen, dass eine Therapie mehrmals pro Werktag stattfindet.

Die behandelnde Ärztin kann zwar mehrfache Behandlungen pro Tag verordnen. Allerdings muss die Durchführung der Doppel-/Mehrfachbehandlung im Folgenden von der Krankenkasse im Rahmen einer Einzelfallgenehmigung akzeptiert werden.

Wenn diese Genehmigung nicht vorliegt, dann besteht die große Gefahr, dass die Abrechnungsstelle der Krankenkasse die geleisteten Therapien auf Basis der Heilmittelverordnung nicht vergütet!

Was sind die Voraussetzungen für eine intensive Sprachtherapie in Lindlar?

  1. Ihr behandelnder Arzt unterstützt Ihr Bedürfnis nach einer Intensivierung der Sprachtherapie.
  2. Ihre Diagnose wurde als Diagnose mit langfristigem Heilmittelbedarf (LHB)/ besonderen Verordnungsbedarf (BVB) von der Krankenkasse anerkannt.
  3. Terminierung und Vormerkung eines Therapieplatzes im LogoZentrum Lindlar.
  4. Der behandelnde Arzt hat die notwendigen Heilmittelverordnungen mit dem „Vermerk Doppel-/Mehrfachbehandlung“ möglich ausgestellt.
  5. Die Krankenkasse hat die Heilmittelverordnungen in Einzelfallentscheidung genehmigt.
  6. Anmeldung für die Therapiemaßnahme in Lindlar.

Warum werden die Heilmittelverordnungen für die Ergotherapie und Physiotherapie nicht erwähnt?

Die Ergo- und Physiotherapie wird im LogoZentrum Lindlar in der Regel nicht als Doppel-/Mehrfachbehandlung durchgeführt. Ihre behandelnde Ärztin kann bis zu 5x/Woche Ergo- und Physiotherapie verordnen. Es besteht keine Genehmigungspflicht seitens der Krankenkasse.

Die Physiotherapie kann auch mit 10x/Woche als zusammenhängende Doppelbehandlung verordnet werden und muss nicht gesondert genehmigt werden.

Fast alle Diagnosen, die wir im Rahmen der Ergo- und Physiotherapie behandeln, gehören zu den in der Diagnoseliste gelisteten Diagnosen. Der LHB ist also automatisch anerkannt. Ihre Ärztin kann auch hier extrabudgetäre Verordnungen ausstellen.

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Vorgehen


Der Anmeldeprozess

Um Ihnen bei der Beantragung von Leistungen bei Ihrer Krankenversicherung behilflich zu sein, finden Sie im Folgenden eine übersichtliche Informationsgrafik.
Hier zeigen wir Ihnen den genauen Prozess mit den einzelnen Schritten auf, um eine Intensive Therapie bei uns wahrnehmen zu können.
Wir freuen uns auf Sie und Ihre Anfrage.

Grafik zum Anmeldeprozess

Auf der Basis von Heilmittelverordnungen können wir Menschen, die vordergründig an einer Sprach-, Sprech- oder Kommunikationsstörungen leiden, eine intensive Therapiemaßnahme mit dem Schwerpunkt Sprachtherapie (in Einzel- und Gruppentherapie) begleitet von Ergo- und Physiotherapie anbieten.
Hierzu ist die Kooperation mit Ihrem Hausarzt/Neurologen/Kinderarzt unerlässlich wichtig, denn er muss die Therapiemaßnahme verordnen.

So gehen sie richtig vor

Was zuerst tun?

Zunächst ist es unerlässlich wichtig, dass Sie mit Ihrem Hausarzt/Neurologen/Kinderarzt über Ihr Bedürfnis bezüglich einer Intensivierung der Sprachtherapie sprechen. Erläutern Sie Ihre Beeinträchtigungen, mit denen Sie im alltäglichen Leben konfrontiert sind, die Auswirkungen Ihrer Sprach- oder Kommunikationsstörung auf zwischenmenschliche Beziehungen und die Auswirkungen auf Ihre Lebensqualität. Natürlich werden Ihr Partner/Ihre Partnerin oder die Eltern in diesem Gespräch eine wichtige (sprechende) Rolle spielen.

Hier der hilfreiche Link zum Anklicken: https://www.g-ba.de/downloads/17-98-3382/2021-04-01_G-BA_Patienteninformation_langfristiger-Heilmittelbedarf_bf.pdf

Bitten Sie den behandelnden Arzt Sie zu unterstützen und die notwendigen Heilmittelverordnungen für eine intensive Sprachtherapie auszustellen.
Hierfür können Sie auch unser Informationsmaterial samt Musterrezepte zur Hilfe nehmen.
Dies schicken wir Ihnen gerne zu.

Welche Heilmittelverordnungen brauche ich?

Für eine 4-wöchige intensive Sprachtherapie im LogoZentrum Lindlar brauchen Sie eine Heilmittelverordnung über Sprachtherapie 45 Minuten, Verordnungsmenge 60, Frequenz 1-9x/Woche. Außerdem muss auf der Verordnung vermerkt sein „Doppel-/Mehrfachbehandlung möglich“.

Die erwachsenen Patienten benötigen des Weiteren eine Heilmittelverordnung über Sprachtherapie-Gruppe 45 Minuten, Verordnungsmenge 28, Frequenz 1-7x/Woche mit Vermerk „Doppel-/Mehrfachbehandlung“ möglich und Sprachtherapie 45 Minuten, Verordnungsmenge 20, Frequenz 1-5x/Woche mit Vermerk „2-Patientensitzung“.

Sind Sie bei einer privaten Krankenversicherung versichert und die behandelnde Ärztin unterstützt Ihr Vorhaben zur Intensivierung der Therapie, dann kontaktieren Sie uns bitte. Wir werden dann einen Kostenplan für Ihre individuelle Therapiemaßnahme erstellen. Diesen können Sie bei Ihrer privaten Krankenversicherung einreichen. Die private Krankenversicherung wird dann auf Basis Ihrer individuellen Versicherungskonditionen über die Kostenerstattung entscheiden. Nun können Sie Ihren Aufenthalt im LogoZentrum Lindlar bereits planen.

Was tun, wenn der Arzt diese Verordnungen nicht ausstellen kann?

Zurück zu Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Arzt kann die benötigten Heilmittelverordnungen nicht einfach so ausstellen. Er ist an eine Obergrenze der Verordnungsmenge und Frequenzangaben gebunden, die ihm die Praxis-Software vorgibt.

Eine Überschreitung der Verordnungsmenge ist nur dann möglich, wenn Ihre Diagnose einen „Langfristigen Heilmittelbedarf“ (=LHB) oder „Besonderen Verordnungsbedarf“ (=BVB) kennt.

Bei einigen Diagnosen (zum Beispiel bei den kindlichen Entwicklungsstörungen mit den ICD-Diagnosen F80.1, F80.2, F83, F84) ist der LHB oder BVB bereits anerkannt. Dann kann der Arzt die notwendigen extrabudgetären Verordnungen ausstellen.

Exkurs:

Langfristiger Heilmittelbedarf gemäß Anlage 2 (Diagnoseliste)

Bei den in der Anlage 2 gelisteten Diagnosen kann in Verbindung mit der jeweils aufgeführten Diagnosegruppe des Heilmittelkatalogs davon ausgegangen werden, dass ein langfristiger Heilmittelbedarf im Sinne von § 32 Abs. 1a SGB V vorliegt. Ein Antrags- und Genehmigungsverfahren entfällt. Alle in diesem Rahmen ausgestellten Verordnungen fallen nicht in das Heilmittelbudget des verordnenden Arztes.

Die Verordnung wird prinzipiell genauso ausgestellt wie bisher. Für die Kennzeichnung der Verordnung als langfristigen Heilmittelbedarf und damit als extrabudgetär, muss der endstellige, in Anlage 2 festgelegte ICD-10-Code in Verbindung mit einer vereinbarten Diagnosegruppe angegeben werden.

Quelle: https://heilmittelkatalog.de/prinzip-der-heilmittelverordnung

Die Diagnoseliste können Sie einsehen unter: https://www.kbv.de/media/sp/Heilmittel_Diagnoseliste_Webversion.pdf

Ist Ihre Diagnose nicht unter den gelisteten Diagnosen oder aber mit einer Einschränkung, wie beispielsweise „längstens 1 Jahr nach Akutereignis“, dann können Sie einen Antrag auf Anerkennung des langfristigen Behandlungsbedarfs Ihrer Diagnose stellen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und bitten Sie ihn bei der Ausstellung einer Heilmittelverordnung für die Sprachtherapie (Folgeverordnung für die wöchentliche Logopädie zu Hause) eine Begründung bezüglich der Schwere und Langfristigkeit Ihrer Sprach-/Kommunikationsstörung zu formulieren. Reichen Sie eine Kopie dieser Verordnung gemeinsam mit einem formlosen Antrag bei der Krankenkasse ein. Eine Beschreibung der Vorgehensweise und einen Musterantrag finden Sie hier: https://www.g-ba.de/downloads/17-98-3382/2021-04-01_G-BA_Patienteninformation_langfristiger-Heilmittelbedarf_bf.pdf

Inzwischen können Sie die Logopädie zu Hause fortsetzen und die Entscheidung der Krankenkasse abwarten. Haben Sie nach 4 Wochen keine Rückmeldung gilt der Antrag als genehmigt.

Exkurs:

Langfristiger Heilmittelbedarf bei vergleichbaren, in Anlage 2 nicht gelisteten Diagnosen

Bei Diagnosen, die nicht auf der Diagnoseliste des „Langfristigen Heilmittelbedarfs“ (Anlage 2) gelistet sind, aber in der Schwere und Langfristigkeit der funktionellen/strukturellen Schädigung mit diesen vergleichbar sind, haben Patienten weiterhin die Möglichkeit individuelle Anträge bei der Krankenkasse zu stellen:

a) Der Versicherte oder ein Stellvertreter muss einen formlosen Antrag inklusive einer Kopie der Heilmittelverordnung bei der Krankenkasse einreichen.

b) Die Verordnung muss medizinisch begründet sein und muss auf dem Verordnungsformular angegeben sein.

c) Die Verordnung ist sofort gültig, es kann also während der Antragsverfahrens therapiert werden.

d) Wird von der Krankenkasse nicht innerhalb von 4 Wochen über den Antrag entschieden, gilt dieser automatisch als genehmigt.

e) Von einer Langfristigkeit ist auszugehen, wenn ein Therapiebedarf von mindestens einem Jahr medizinisch erforderlich ist. Bei einem prognostisch kurzzeitigem Behandlungsbedarf kann eine vergleichbare dauerhafte funktionelle/strukturelle Schädigung ausgeschlossen werden.

f) Auch die Summe mehrerer einzelner funktioneller/struktureller Schädigungen und Beeinträchtigungen können insgesamt betrachtet einen entsprechenden Therapiebedarf begründen.
g) Die Genehmigung der Krankenkasse kann unbefristet erteilt werden, mehrere Jahre umfassen, darf aber ein Jahr nicht unterschreiten.

h) Eine Genehmigung darf nicht allein versagt werden, weil sich das Heilmittel oder die Behandlungsfrequenz im Genehmigungszeitraum ändert.

Quelle: https://heilmittelkatalog.de/prinzip-der-heilmittelverordnung

Wie geht es weiter?

Nach Anerkennung des LHB oder BVB kann der Arzt endlich die benötigten Heilmittelverordnungen ausstellen. Für den Arzt hat dies übrigens den Vorteil, dass die Verordnungen nun als extrabugetär gelten.

Muss ich meine Krankenkasse informieren?

Ja! Obwohl der Arzt die Heilmittelverordnungen ausgestellt hat, müssen Sie diese Ihrer Krankenkasse zur Genehmigung vorlegen. Schicken Sie am besten eine Kopie der Heilmittelverordnungen an Ihre Krankenkasse und behalten Sie das Original zu Hause. Legen Sie optimalerweise einen aktuellen Bericht Ihrer Logopädin/Kinderärztin/Neurologin/Rehaklinik bei, die eine Intensivierung der Sprachtherapie nachdrücklich empfehlen.

Achten Sie darauf, dass die Krankenkasse Ihr Vorhaben nicht mit einer Rehabilitationsmaßmahme verwechselt. Es muss deutlich sein, dass die Intensivierung der Sprachtherapie auf Basis einer Heilmittelverordnung und zwar für einen begrenzten Zeitraum von beispielsweise 4 Wochen durchgeführt wird.

Warum muss meine Krankenkasse die Heilmittelverordnung genehmigen?

Es ist im Heilmittelkatalog nicht vorgesehen, dass eine Therapie mehrmals pro Werktag stattfindet.

Die behandelnde Ärztin kann zwar mehrfache Behandlungen pro Tag verordnen. Allerdings muss die Durchführung der Doppel-/Mehrfachbehandlung im Folgenden von der Krankenkasse im Rahmen einer Einzelfallgenehmigung akzeptiert werden.

Wenn diese Genehmigung nicht vorliegt, dann besteht die große Gefahr, dass die Abrechnungsstelle der Krankenkasse die geleisteten Therapien auf Basis der Heilmittelverordnung nicht vergütet!

Was sind die Voraussetzungen für eine intensive Sprachtherapie in Lindlar?

  1. Ihr behandelnder Arzt unterstützt Ihr Bedürfnis nach einer Intensivierung der Sprachtherapie.
  2. Ihre Diagnose wurde als Diagnose mit langfristigem Heilmittelbedarf (LHB)/ besonderen Verordnungsbedarf (BVB) von der Krankenkasse anerkannt.
  3. Terminierung und Vormerkung eines Therapieplatzes im LogoZentrum Lindlar.
  4. Der behandelnde Arzt hat die notwendigen Heilmittelverordnungen mit dem „Vermerk Doppel-/Mehrfachbehandlung“ möglich ausgestellt.
  5. Die Krankenkasse hat die Heilmittelverordnungen in Einzelfallentscheidung genehmigt.
  6. Anmeldung für die Therapiemaßnahme in Lindlar.

Warum werden die Heilmittelverordnungen für die Ergotherapie und Physiotherapie nicht erwähnt?

Die Ergo- und Physiotherapie wird im LogoZentrum Lindlar in der Regel nicht als Doppel-/Mehrfachbehandlung durchgeführt. Ihre behandelnde Ärztin kann bis zu 5x/Woche Ergo- und Physiotherapie verordnen. Es besteht keine Genehmigungspflicht seitens der Krankenkasse.

Die Physiotherapie kann auch mit 10x/Woche als zusammenhängende Doppelbehandlung verordnet werden und muss nicht gesondert genehmigt werden.

Fast alle Diagnosen, die wir im Rahmen der Ergo- und Physiotherapie behandeln, gehören zu den in der Diagnoseliste gelisteten Diagnosen. Der LHB ist also automatisch anerkannt. Ihre Ärztin kann auch hier extrabudgetäre Verordnungen ausstellen.

Hier der Text zum Download und ausdrucken:


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